„Wie kann ich Ihnen helfen?“ Besonders im Kundenservice sind Bots (Kurzform für Roboter) besonders beliebt. Doch schon bald könnten sie auch den Bildungssektor erobern – ob für Routinegespräche über alltägliche Fragen der Lernenden (z. B. „Welche Hausaufgaben habe ich heute in Deutsch auf?“) oder für offene Fragen zu wichtigen Unterrichtsinhalten (z. B. „Welche Schritte gehören zu einer Kurvendiskussion?). „Durch Bots lässt sich nicht nur Wissen vermitteln. Sie können auch Rückmeldung zu den eigenen Lernfortschritten geben“, weiß Prof. Oliver Thomas. Gerade für die schulische Aus- und Weiterbildung haben Bots großes Potenzial. Wünschenswert sind Bots, die mehrere Funktionen in sich vereinen. Wer wissen möchte, wann die nächste Abgabe einer Arbeit ist, befragt den Bot dazu. Wer am nächsten Tag Schwierigkeiten bei einem mathematischen Problem hat, lädt ein Foto der Formel hoch und erhält Hilfe. „Dabei geht es nicht darum, die Lehrkraft zu ersetzen. Der Bot ist vielmehr eine Unterstützung für die Lehrkraft“, fügt Julia Prof. Julia Knopf hinzu. Gegenwärtig kommen immer mehr Baukästen für Bots auf den Markt, mit denen Lehrkräfte selbst eigene Chatbots entwickeln können. So lassen sich im Handumdrehen selbst eigene Klassenbots erstellen.