Tische, die in Reih und Glied stehen – von Partnerarbeit oder Lerntheken weit und breit keine Spur. Was wie ein Relikt aus längst vergangener Zeit klingt, ist derzeit gelebte Praxis in den Schulen. Um die auferlegten Hygieneregeln einhalten zu können, müssen Schüler und Lehrer vor allem eins: Abstand halten. Doch bedeutet Lernen auf Abstand gleichzeitig eine Rückkehr zu veralteten und verstaubten Unterrichtskonzepten? Digitale Lernarrangements können helfen, selbst in Krisenzeiten ein Lernen im Sozialen Austausch zu ermöglichen. Prof. Dr. Julia Knopf, Expertin für Digitales Lehren und Lernen betont: „Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zum Schutz der Lernenden hat selbstverständlich höchste Priorität. Was Schulen derzeit aber vor allem benötigen, sind hybride Unterrichtskonzepte, die auf die veränderten Rahmenbedingungen des Unterrichts angemessen reagieren und analoges und digitales Lernen sinnvoll miteinander verbinden.“ Statt Schiefertafel und Kreide jetzt doch Whiteboards und Etherpads? Auf der Suche nach Lösungen, die ein gemeinsames Arbeiten trotz bestehender Abstandsbeschränkungen ermöglichen, bietet die Digitalisierung in jedem Fall eine angemessene Alternative zum verstaubten Frontalunterricht.