Mal ehrlich: Wie motivierend sind alltägliche schulische Lerninhalte für Schülerinnen und Schüler tatsächlich? Um Lernerbedüfrnissen bestmöglich gerecht zu werden, bedarf es einer individualisierten Ausrichrung des Unterrichts auf die verschiedensten Anforderungen. Was kompliziert klingt, lässt sich mit ein wenig Know-How jedoch verhältnismäßig einfach umsetzen. Das Schlüsselwort lautet hier „Smart Learning Environments“. Dabei handelt es sich um Lernräume, die einem immer individualisierten und mobileren Lernen Rechnung tragen. Ausgehend von didaktischen und technischen Vorüberlegungen, kann in solchen smarten Lernräumen innovativste Technik sinnvoll mit analogen Lerninhalten verknüpft werden. So wird beispielsweise eine Wand mithilfe eines Beamers zu einer interaktiven und immersiven Lernwelt und Projektionsfläche. Durch den Einsatz von Technologien wie Augmented und Virtual Reality, aber auch durch die entsprechende architektonische Anordnung des Raums – auch Stühle, Tische usw. gehören dazu! – entstehen hybride Lernumgebungen, in denen den Lernenden maßgeschneiderte Lernangebote gemacht werden können. „Entscheidend ist, dass die Übergänge zwischen dem Analogen und Digitalen fließend sind und sich sinnvoll ergänzen“, so Professorin Julia Knopf. Mithilfe einer solchen Smart Learning Environment können zudem Lernerprofile erstellt werden, die als Grundlage für das individuelle Lernangebot dienen. Durch diese Lernprofile ist es dann möglich, kontextsensitiv auf Lernende zu reagieren, also individuelle methodische Vorlieben und Kenntnisse bei den Lernangeboten zu berücksichtigen. In diesem Sinne erhält der Gedanke „Der Raum als dritter Pädagoge“ durch Smart Learning Environments eine völlig neue Ausprägung.