Spielend lernen – lernend Spielen? Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, ist längst fester Bestandteil eines modernen Unterrichts geworden. Das Einbetten spielerischer Elemente in unterschiedliche Lehr-Lernsettings wird dabei als Gamification bezeichnet. Angefangen beim klassischen Wissensquiz oder Jeopardy über analoge Brett- oder Kartenspiele hin zu innovativen, digitalen Angeboten, wie Lern- oder Planspielen, unterschiedlichen Apps oder digitalen Edu Breakouts – die Möglichkeiten an schulisch nutzbaren Spielformaten sind beinahe grenzenlos. Die Vorteile des spielerischen Lernens liegen dabei auf der Hand: Die Motivation zur Auseinandersetzung mit neuen Lerngegenständen wird gesteigert, insbesondere, wenn das Spiel einen kompetitiven Charakter besitzt und eine Herausforderung für die Lernenden darstellt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber, dass das Spiel auch Fehler im geschützten Raum zulässt, damit Unsicherheiten auf Seiten der Spielenden schrittweise abgebaut werden können. Darüber hinaus ermöglichen Spiele mit Multiplayermodus das gemeinschaftliche Lösen von Problemen oder Aufgaben und machen durch diese Erfolgserlebnisse die eigene Selbstwirksamkeit kooperativ erfahrbar. Gerade digitale Spielangebote bieten zusätzlich den Vorteil, den Spielern multimediale Inhalte zu vermitteln und ihnen in Echtzeit Rückmeldung zu ihrem Spielstand zu geben. Dadurch bieten sich neue Chancen der Differenzierung und Individualisierung, denn Schwierigkeitsgrade lassen sich entsprechend den Lernvoraussetzungen der Spieler anpassen. Aus diesen Gründen findet sich auch auf School to go eine Vielzahl an innovativen Gamification-Angeboten.